Für den Fall, dass Sie sich einmal nicht selbst kümmern können.

Legen Sie Zugänge, Verträge und Dokumente sicher ab. Wir fragen regelmäßig nach, ob es Ihnen gut geht. Melden Sie sich längere Zeit nicht, bekommt ein Mensch Ihres Vertrauens Zugang. Lesen können wir selbst nichts davon.

So schützen wir Ihre Daten

Wir können nichts lesen

Ihre Einträge werden auf Ihrem eigenen Gerät verschlüsselt, bevor sie zu uns kommen. Bei uns kommt nur unlesbarer Zeichensalat an. Auch welche Bank oder Versicherung Sie haben, wissen wir nicht.

Ihr Passwort bleibt bei Ihnen

Ihr Master-Passwort wird nie an uns übertragen. Deshalb können wir es auch nicht zurücksetzen. Das ist Absicht: So kann niemand bei uns in Ihren Tresor schauen.

Ein Schlüssel aus zwei Hälften

Für den Notfall gibt es einen zweiten Schlüssel in zwei Hälften. Eine bewahren wir getrennt und verschlossen auf, die andere drucken Sie aus und legen sie zu Hause ab. Ihre Vertrauensperson braucht im Notfall drei Dinge: unseren Brief, ihr Handy für einen Code per SMS und Ihren Ausdruck. Unsere Hälfte allein nützt niemandem, auch nicht uns.

Nur mit Passwort kommt niemand hinein

Bei jeder Anmeldung brauchen Sie zusätzlich einen Code: per E-Mail, aus einer App auf Ihrem Handy oder per Fingerabdruck. Wer nur Ihr Passwort kennt, kommt nicht an Ihren Tresor.

Ihr Gerät GMX: max@gmx.de Passwort: Sonne123 wird verschlüsselt übertragen wird nur das 1:x9Qf…k2Zr Unser Server 1:x9Qf…k2Zr 1:Lp0w…7bTe kein Schlüssel vorhanden Entschlüsselt wird nur wieder auf einem Gerät, an dem Sie sich angemeldet haben.
Ihre Einträge werden auf Ihrem Gerät verschlüsselt. Übertragen und gespeichert wird nur verschlüsselter Datensalat. Unser Server hat keinen Schlüssel.
Das sehen wir
Das sehen wir nicht
Ausführlich erklärt: So schützen wir Ihre Daten

So funktioniert es

1. Hinterlegen

E-Mail-Postfach, Handy-PIN, Bankzugang, Versicherungen, Verträge und wichtige Dokumente. Mit Anbieterliste, Passwort-Import und Fotos vom Handy geht das schnell.

2. Lebenszeichen geben

Alle 30 Tage ist ein Lebenszeichen fällig: ein Klick in unserer E-Mail oder einfach eine Anmeldung. Wir erinnern Sie vorher per E-Mail und SMS.

3. Zugang im Notfall

Bleibt es aus, erinnern wir Sie täglich per E-Mail, per SMS und nach 7 Tagen per Brief. Erst 14 Tage nach Fälligkeit, also frühestens rund 44 Tage nach Ihrem letzten Lebenszeichen, bekommt Ihre Vertrauensperson einen Brief per Einschreiben. Bis dahin können Sie jederzeit abbrechen.

Anwendungsbeispiel: Wenn das Schlimmste eintritt

Niemand denkt gern daran. Für Ihre Angehörigen macht es aber einen großen Unterschied.

Ohne Notfalltresor

  • Ordner und Schubladen durchsuchen
  • Passwörter raten, gesperrte Konten
  • Wochen voller Papierkram, mitten in der Trauer

Mit Ihrem Notfalltresor

  • Alle Zugänge und Dokumente an einem Ort
  • Geordnet und mit Ihren eigenen Hinweisen
  • Mehr Zeit füreinander und zum Trauern

Häufige Fragen

Sind meine Daten bei Ihnen sicher?

Ja. Alles, was Sie in den Tresor legen, wird auf Ihrem eigenen Gerät verschlüsselt, bevor es zu uns kommt. Wir speichern nur diesen verschlüsselten Zeichensalat. Den Schlüssel dazu haben wir nicht. Zusätzlich ist jede Anmeldung mit einem zweiten Code gesichert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie auf unserer Seite So schützen wir Ihre Daten.

Können Sie oder Ihre Mitarbeiter meine Passwörter lesen?

Nein. Zum Entschlüsseln braucht man Ihr Master-Passwort oder beide Hälften des Notfallschlüssels. Ihr Master-Passwort kennen wir nicht, und von den beiden Hälften haben wir nur eine. Auch die Namen der Anbieter und die Rubriken sind verschlüsselt. Wir wissen also nicht einmal, bei welcher Bank Sie sind.

Was sehen Sie denn überhaupt?

Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse und Handynummer, die Kontaktdaten Ihrer Vertrauensperson, wann Sie sich angemeldet haben und wann Einträge angelegt oder bestätigt wurden. Was in den Einträgen steht, sehen wir nicht. Die vollständige Liste steht in der Datenschutzerklärung.

Was passiert, wenn Sie gehackt werden?

Ein Angreifer fände nur verschlüsselte Daten. Unsere Schlüsselhälfte allein öffnet keinen Tresor. Er könnte versuchen, Ihr Master-Passwort durch Ausprobieren zu erraten. Das haben wir absichtlich sehr langsam gemacht. Mit einem zufällig erzeugten Passwort, wie wir es Ihnen bei der Anmeldung vorschlagen, ist das praktisch aussichtslos. Lesbar wären für ihn allerdings Ihre Kontaktdaten.

Wer bekommt Ihre Schlüsselhälfte, und wann?

Nur Ihre Vertrauensperson, und nur nachdem Sie auf E-Mails, SMS und unseren Brief nicht reagiert haben. Oder Sie selbst, wenn Sie Ihr Master-Passwort vergessen haben: Auch dann nur nach Prüfung Ihrer Identität per POSTIDENT oder persönlich mit Ausweis, nur an E-Mail-Adresse und Handynummer, die seit mindestens 7 Tagen unverändert hinterlegt sind, mit Warnung per SMS an Sie. Außerdem brauchen Sie Ihren ausgedruckten Teil B. Alles wird protokolliert.

Gibt es Grenzen dieses Schutzes?

Ja, und wir möchten offen darüber sprechen. Die Verschlüsselung läuft in Ihrem Browser mit Programmcode von unserer Website. Würde jemand unsere Website unbemerkt verändern, könnte er diesen Code verfälschen. Deshalb laden wir keinerlei fremde Programme, verwenden strenge Sicherheitseinstellungen und schützen unseren Server besonders. Und: Ihr Master-Passwort ist der wichtigste Schutz. Nehmen Sie unseren Vorschlag oder ein ähnlich langes, zufälliges Passwort.

Was, wenn meine Vertrauensperson zu früh Zugang will?

Fordert sie selbst Zugang an, warnen wir Sie sofort per E-Mail und SMS, und Sie können 1 Tage lang mit einem Klick ablehnen. Ohne Ihren ausgedruckten Teil B kann sie den Tresor ohnehin nicht öffnen. Lebt die Person mit Ihnen zusammen, legen Sie den Ausdruck an einen Ort, den sie nicht ohne Weiteres erreicht.

Wann passiert was genau?

Gezählt wird ab Ihrem letzten Lebenszeichen, also ab dem letzten Klick in unserer E-Mail oder der letzten Anmeldung:

  • Tag 20: Erinnerung per E-Mail
  • Tag 27: Erinnerung per E-Mail und SMS
  • Tag 29: letzte Erinnerung per E-Mail
  • Tag 30: Lebenszeichen fällig. Ab jetzt jeden Tag eine E-Mail
  • Tag 31 und 34: je eine SMS
  • Tag 37: Brief per Post an Sie
  • Tag 44: Brief per Einschreiben an Ihre Vertrauensperson

Jedes Lebenszeichen von Ihnen stoppt den Ablauf sofort, und die Zählung beginnt von vorn. Hat Ihre Vertrauensperson schon vorher selbst Zugang angefordert, warnen wir Sie und Sie können 1 Tage lang ablehnen.

Unser Brief an Sie enthält kein Passwort und keinen Code. Er nennt aber den Namen Ihrer Vertrauensperson, damit Angehörige, die Ihre Post öffnen, wissen, an wen sie sich wenden können.

Woran erkenne ich, dass eine E-Mail wirklich von Ihnen ist?

Wir fragen Sie nie nach Ihrem Master-Passwort, Ihrem Teil B oder einem Code, weder per E-Mail, SMS, Telefon noch Brief. Für ein Lebenszeichen genügt es, wenn Sie selbst www.lebe-ich-noch.de im Browser aufrufen und sich anmelden. Sind Sie unsicher, klicken Sie nicht auf den Link in der Nachricht, sondern melden Sie sich direkt bei uns an.

Was passiert, wenn ich nur im Urlaub oder im Krankenhaus bin?

Bevor jemand Zugang bekommt, erinnern wir Sie schon vor der Fälligkeit per E-Mail und SMS. Bleibt das Lebenszeichen aus, schreiben wir Ihnen täglich eine E-Mail, schicken zwei SMS und nach 7 Tagen einen Brief. Erst 14 Tage nach Fälligkeit bekommt Ihre Vertrauensperson Post. Ein Klick von Ihnen oder eine Anmeldung bricht alles ab, zum Beispiel nach dem Urlaub. Wissen Sie vorher, dass Sie länger nicht erreichbar sind, tragen Sie in Ihrer Übersicht eine Abwesenheit ein (bis zu 90 Tage im Voraus). Bis dahin erinnern wir Sie nicht, die erste Erinnerung kommt am Tag danach.

Kann ich meinen Angehörigen eine persönliche Nachricht hinterlassen?

Ja. In Ihrer Übersicht können Sie eine persönliche Nachricht schreiben, zum Beispiel einen Dank, Wünsche zur Beerdigung oder wer sich um die Haustiere kümmern soll. Ihre Vertrauensperson sieht sie als Erstes, wenn sie Ihren Tresor öffnet. Die Nachricht wird wie alle Einträge nur in Ihrem Browser verschlüsselt, wir können sie nicht lesen. Ein Testament ersetzt sie nicht.

Was, wenn ich zurückkomme und meine Vertrauensperson schon Zugang hat?

Sie sehen, seit wann Zugang besteht und welche Einträge geöffnet wurden. Mit einem Klick beenden Sie den Zugang. Dabei wird Ihr Tresor neu verschlüsselt, der alte Zugangscode und der alte Ausdruck werden ungültig.

Warum gibt es kein „Passwort vergessen“ per E-Mail?

Bei einem normalen Anbieter ist das Passwort nur die Eintrittskarte. Es lässt Sie hinein, mehr nicht. Ihre Daten liegen beim Anbieter so, dass er sie selbst lesen kann. Bei einem E-Mail-Anbieter etwa kann der Anbieter Ihre Mails lesen, sonst könnte er sie Ihnen gar nicht anzeigen. Ihr Passwort speichert er zwar nur als verschlüsselten Prüfwert. Bei jeder Anmeldung schicken Sie es aber an seinen Server, der es dort prüft. In diesem Moment könnte er es mitlesen. „Passwort vergessen“ funktioniert deshalb so einfach: Der Anbieter tauscht nur die Eintrittskarte aus. Die Daten dahinter bleiben, wie sie sind, und für ihn lesbar.

Bei uns ist das Master-Passwort der Schlüssel selbst. Aus ihm berechnet Ihr Gerät den Schlüssel, mit dem Ihr Tresor verschlüsselt ist. Ihre Daten liegen bei uns nur verschlüsselt, und wir haben keinen Schlüssel dazu. Das Master-Passwort verlässt Ihr Gerät nie. Bei der Anmeldung geht nur ein daraus berechneter Prüfwert an uns. Wir sehen Ihr Passwort also auch dann nicht, wenn Sie sich anmelden.

Ein neues Passwort per E-Mail würde nichts nützen. Sie kämen damit zwar in Ihr Konto, aber der Tresor bliebe verschlossen: Der alte Schlüssel ist weg, und der neue passt nicht. Damit ein Zurücksetzen per E-Mail funktioniert, müssten wir selbst einen Schlüssel zu Ihrem Tresor aufbewahren. Dann könnten wir hineinschauen, und ebenso jeder, der bei uns einbricht oder Ihr E-Mail-Postfach übernimmt. Genau das wollen wir verhindern.

Ein Vergleich: Ein normaler Anbieter ist wie ein Hotel. Haben Sie Ihre Zimmerkarte verloren, macht Ihnen die Rezeption eine neue, denn das Hotel hat einen Generalschlüssel. Unser Tresor ist wie ein Safe mit Ihrer eigenen Zahlenkombination. Die Rezeption kennt sie nicht und kann sie Ihnen deshalb auch nicht neu ausstellen.

Den Weg zurück gibt es trotzdem. Statt eines Links per E-Mail ist Ihr Ausdruck von Teil B der Ersatzschlüssel. Melden Sie sich bei uns. Nach einer Prüfung Ihrer Identität per POSTIDENT oder persönlich mit Ausweis bekommen Sie einen Link an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse und einen Code per SMS. Mit beidem und mit Teil B setzen Sie ein neues Master-Passwort, und Ihr Tresor ist wieder offen. Teil B ist also nicht nur für Ihre Vertrauensperson da, sondern auch für Sie selbst.

Ich habe mein Master-Passwort vergessen.

Ihr Master-Passwort wird nie an uns übertragen. Deshalb können wir es auch nicht zurücksetzen. Es gibt trotzdem einen Weg zurück: Beantragen Sie auf der Anmeldeseite unter „Master-Passwort vergessen?“ die Wiederherstellung. Wir prüfen Ihre Identität per POSTIDENT (Video oder Filiale) oder persönlich mit Ausweis, danach bekommen Sie einen Link an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse und einen Code per SMS. Damit und mit Ihrem ausgedruckten Teil B setzen Sie ein neues Master-Passwort.

Wer kann meine Vertrauensperson sein?

Jeder Mensch, dem Sie vertrauen: Partnerin oder Partner, Kind, Geschwister, eine gute Freundin. Sie braucht keine eigene Anmeldung. Sagen Sie ihr am besten vorher Bescheid, damit sie unsere E-Mail nicht für Werbung hält.

Wer steht hinter lebe-ich-noch.de?

Alle Angaben zu uns finden Sie im Impressum. Bei Fragen erreichen Sie uns unter hallo@lebe-ich-noch.de.

Sie haben einen Notfallbrief bekommen?

Halten Sie den Brief, Ihr Handy und den ausgedruckten Schlüssel bereit. Was es mit dem Brief auf sich hat, erklären wir auf unserer Seite für Vertrauenspersonen.

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